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Vier junge Lamas im Kinderzoo

Vier junge Lamas tollen durch das Gehege im Zoo Basel. Mit ihrem Entdeckungs- und Spieldrang begeistern sie das Publikum und beschäftigen die ganze Herde. Lamas werden in ihrer Heimat als Lasttiere genutzt. Was in den Anden zum täglichen Leben gehört, wird in der Schweiz  immer häufiger zum  Freizeiterlebnis.

Lamafohlen sorgen für Bewegung in der Herde
Vier Lamafohlen bringen derzeit im Kinderzoo des Zoo Basel Leben in die Herde. Das jüngste ist ganz weiss und wurde am 15. August geboren, die älteren drei am 16. Dezember, am 5. Juni und am 22. Juli. Mit ihrem Entdeckungsdrang fordern die Kleinen nicht nur ihre Mütter heraus, auch der Hengst ist einer gelegentlichen Verfolgungsjagd nicht abgeneigt. Gespuckt wird dabei aber nicht. Dies passiert nur im Kampf oder bei echten Streitereien. Die Lamaherde im Zoo Basel besteht aus sechs Weibchen und einem Hengst. Von den vier Jungtieren sind zwei Stuten und zwei Hengste.

Sanfte Lastenträger
Die sanften Lamas sind ideale Kinderzootiere. Ausbildung der Jungen und Training der erwachsenen Tiere übernehmen die erfahrenen Kinder. Auf die regelmässigen Spaziergänge im ganzen Zooareal scheinen sich die Lamas jeweils regelrecht zu freuen.  Da Lamas trittsichere, ruhige, anspruchslose Lastenträger sind - sie tragen auch 45 Kilogramm Last gut verschnürt oder auf einem Traggestell bis zu 20 Kilometer pro Tag -  werden sie in der Schweiz vermehrt für Trekking und andere Freizeit- oder Therapietätigkeiten gehalten.

Lamas sind Haustiere
Lamas wurden in Südamerika aus der Wildformart Guanako gezüchtet. Zuerst noch willkommener Fleischlieferant entwickelte sich das Lama vor allem zum Lastenträger. Die beiden südamerikanischen Wildkamelarten Guanako und Vikunja sind heute trotz Schutzmassnahmen vom Aussterben bedroht. Wild- und Haustierformen sind vor allem in den Anden auf 4000-6000  Meter über Meer anzutreffen.

Tintenfisch-Nachwuchs im Zoo Basel

Sie ärgern sich schwarz oder erblassen vor Schreck. Mit sekundenschnell wechselnden Farbmustern zeigen die Anfang Juli geschlüpften Sepien im Zoo Basel, wie sie gerade gelaunt sind. In der übrigen Zeit imitieren sie den Untergrund und werden so beinahe unsichtbar.

Im Vivarium des Zoo Basel sind nach längerer Unterbrechung wieder Sepien, auch gewöhnliche Tintenfische genannt, zu sehen. Die Anfang Juli geschlüpften Jungen erhalten mehrere Mahlzeiten täglich. Mit den beiden langen Fangtentakeln schiessen sie die Garnelen regelrecht ab, bevor sie diese genüsslich verspeisen. Besucherinnen und Besucher können dabei den sekundenschnellen Farbwechsel beobachten. An den unterschiedlichen Mustern und Farben lässt sich die jeweilige Stimmungslage einer Sepie erkennen. Neben einem zebragestreiften Hochzeitskleid bei Paarungsstimmung ärgern sich Sepien manchmal auch schwarz oder erblassen richtiggehend.

Die Sepien im Zoo Basel sind im Mai noch als Eier aus Saint-Malo, Frankreich, in den Zolli gekommen. Einige der um die 100 hinter den Kulissen geschlüpften Jungen sind nun ausgestellt. Um die mittlerweile etwa fünf Zentimeter langen Jungtiere zu entdecken, braucht es, wenn nicht gerade Fressenszeit ist, ein gutes Auge. Die Sepien graben sich nicht nur im Sand ein, sondern benutzen den Farbwechsel auch zur Tarnung und sind dann fast nicht von ihrer Sandunterlage zu unterscheiden.

Ebenfalls der Tarnung dient der Tintenbeutel, der eine dunkle Tinte aus konzentriertem Melanin enthält. Diese wurde früher als Sepia zur Färbung von Kleidung oder Fotopapier verwendet, heute wird sie beinahe ausschliesslich als Farbstoff für schwarze Pasta verwendet. Tintenwolken im Aquarium sind unerwünscht. Sepien stossen sie aus, wenn sie aufgeregt sind und sollten deshalb nicht geärgert werden. Eine grosse Menge Tinte im Wasser stört die empfindlichen Tiere und kann sogar zum Tod führen.

Im Gegensatz zum diesen Sommer berühmt gewordenen Oktopus, haben Sepien nicht acht Arme, sondern noch zwei zusätzliche spezielle, Fangtentakel.

Doppelter Nachwuchs bei den Königspinguinen im Zoo Basel

Am 7. Juli und am 1. August sind im Zoo Basel zwei Pinguinküken geschlüpft. Während das sichtlich gut genährte Ältere im braunen Daunenkleid nach Futter bettelt, wagt das Jüngere nur ab und zu einen schüchternen Blick unter der sicheren Bauchfalte der Eltern hervor.

Zwei mollige braune Küken
Im Zoo Basel sind derzeit gleich zwei Königspinguinküken zu sehen. Das am 7. Juli geschlüpfte, mollige, braune Junge steht bereits eifrig bettelnd bei seinen Eltern. Das jüngere ist am 1. August geschlüpft und verbirgt sich meistens noch unter der Bauchfalte der Eltern. Ob es sich um Männchen oder Weibchen handelt, kann der Tierpfleger erst feststellen, wenn sie ausgewachsen sind. Die Eltern füttern ihre Küken mit einem hervorgewürgten Fischbrei. Anfangs ähneln Pinguinküken eher dicken braunen Schneemännern als ihren eleganten Eltern und das flaumige Gefieder eignet sich noch nicht zum Schwimmen. Erst nach der ersten Mauser sind die Jungen auf sich selbst gestellt und gehen – gemeinsam mit den anderen Jungen – zum ersten Mal ins Wasser zum Fischen.

Wenige Zoos züchten Königspinguine
Der doppelte Nachwuchs ist keine Selbstverständlichkeit. Heute werden in weniger als 20 europäischen Zoos Königspinguine gehalten und der Zoo Basel ist einer der wenigen, der regelmässig züchtet. Bereits seit 1953 werden im Zoo Basel Königspinguine gezeigt. Die ersten Vögel kamen aus dem Zoo von Edinburgh in Schottland, der damals als einer der besten Züchter dieser Vogelart galt. Seit dieser Zeit hält der Zoo Basel eine Gruppe von acht bis um ein Dutzend Vögeln und konnte eine erfolgreiche Zuchtgruppe aufbauen. Das erste Junge schlüpfte 1958, dem folgten 52 weitere. Von diesen 53 Jungvögeln wuchsen 46 erfolgreich auf, was als grosser Erfolg gilt. Heute leben im Zoo Basel neben den beide Jungen sechs weibliche und sieben männliche Pinguine.

Nur in Gesellschaft ist ihnen wohl
Damit Königspinguinen im Zoo richtig wohl ist, wird ihre Innenanlage gekühlt. In der kalten Jahreszeit sind Spaziergänge an der frischen Luft beliebt. Besonders wichtig ist für Pinguine die richtige Gesellschaft. Sie sind Kolonievögel und fühlen sich nur in der Gruppe wohl, auch wenn ihr Streitgehabe bei der Balz manchmal das Gegenteil vermuten lässt. In freier Natur brüten Königspinguine zu tausenden an den Küsten der subantarktischen Inseln.

Beide Eltern brüten
Im Zoo Basel brüten Königspinguine im Frühling. Nachdem sie den Winter auf der Aussenanlage verbracht haben, kommen sie bei steigenden Aussentemperaturen wieder in ihr gekühltes Innengehege. Dort beginnen sie bald mit der Mauser und rühren sich nicht mehr vom Fleck. Erst wenn das Gefieder wieder in kräftigen Farben leuchtet, beginnt die Balz und die Paare finden sich zusammen. Das etwa einen Quadratmeter kleine Territorium wird mit dem spitzen Schnabel verteidigt und nach der Eiablage in die Brutfalte des Weibchens übernimmt das Männchen das Ei und beginnt mit der Brut. Später wechseln die Eltern mit der Brut ab. Nach rund 60 Tagen schlüpft das Küken und wird in der Brutfalte und auf den Füssen warm gehalten.

Der Klick zum Genuss – Stachelschweinjunges im Futtertraining

Dass auf der Aussenanlage leckere Mahlzeiten locken, musste das Stachelschweinjunge im Zoo Basel erst lernen. Nachgeholfen haben die Tierpflegerinnen und Tierpfleger mit einem ,Klickertraining’. Nun braucht es nur noch ein paar Klicks und das dreieinhalb Monate alte Junge spaziert mit seiner Familie ins Freie.

Schüchternes Stachelschweinkind
Eigentlich ist es schon am 24. April zur Welt gekommen, doch erst jetzt ist das anfangs schüchterne Stachelschweinjunge im Etoschahaus des Zoo Basel zu sehen. Wie bei Stachelschweinen in diesem Alter üblich, erkundet das kleine Männchen neugierig mit seiner Familie die Umgebung. Damit alle pünktlich zu den Mahlzeiten erscheinen, gibt es ein tägliches ‚Klickertraining’. Mit einem Klick-Geräusch ruft der Tierpfleger oder die Tierpflegerin dabei alle Stachelschweine zum Füttern nach draussen. Mit der Zeit lernen die Tiere, mit diesem Geräusch die Gabe von Futter zu verbinden und kommen auch zur Schlafenszeit aus dem Bau.

Klickern als Gesundheits-Check
Die ‚Klicker-Methode’ wird im Zoo Basel auch bei anderen Tierarten angewandt und hilft dem Tierpflegepersonal, mit ihren Schützlingen zu kommunizieren. Das Futter wird in der Anlage verteilt, damit die Tiere möglichst aktiv danach suchen und das Pflegepersonal sie dabei zur Gesundheitskontrolle beobachten kann. Manchmal wird es aber auch zur Übung einzelnen Tieren als Leckerbissen gegeben. Dank dem so aufgebauten Vertrauensverhältnis können wenn nötig Medikamente an bestimmte Tiere verabreicht werden.

Nur das älteste Paar hat Nachwuchs
In der Wildbahn sind Stachelschweine nacht- und dämmerungsaktiv. Sie meiden grosse Hitze und gehen lieber in den kühleren Stunden auf Nahrungssuche. Stachelschweine leben in Familien und nur das älteste Paar hat Nachwuchs. Die Trächtigkeit dauert im Schnitt 93 Tage und die ein bis drei Jungen kommen mit einem Gewicht von 300 – 400 Gramm zur Welt. Es sind Nestflüchter und sie halten sich entweder in der Nähe der Eltern auf oder bleiben im Versteck, bis die Familie von der Futtersuche zurückgekommen ist. Drei bis vier Monate lang werden sie gesäugt und mit einem Jahr sind sie ausgewachsen.

Im Zoo Basel leben zusammen mit dem Jungen von diesem Jahr derzeit drei männliche und ein weibliches Stachelschwein.

Erster seltener Nachwuchs bei den Spaltenschildkröten im Zoo Basel

Sie ist nur so gross wie ein Fünffrankenstück, doch die Freude im Zoo Basel war riesig, als am 23. Juli die kleine Spaltenschildkröte schlüpfte. Spaltenschildkröten legen nur ein einzelnes Ei aufs Mal und haben in Zoos kaum Nachwuchs. Im Zoo Basel ist die Zucht nun erstmals gelungen. In der Natur sind die eigentümlichen Schildkröten mit dem flachen und weichen Panzer gefährdet.

Nach zehn Jahren erstmals Nachwuchs
Zum ersten Mal ist im Zoo Basel eine Spaltenschildkröte geschlüpft. Am Dienstag, den 23. Juli entdeckte der Tierpfleger im Terrarium eine zerbrochene Eischale. Erst nach einigem Suchen fand er die kaum mehr als fünflibergrosse Spaltenschildkröte unter einem Stein versteckt. In zoologischen Gärten werden Spaltenschildkröten zwar häufig gehalten, jedoch nur selten gezüchtet. Eine grosse Rolle scheint die Verpaarung zu spielen, denn da sind diese Schildkröten sehr wählerisch. Nach fast zehn Jahren intensiver Bemühungen ist es dem Team im Etoscha-Haus nun erstmalig gelungen, die gefährdete Art zu züchten.

Weicher Panzer und trotzdem gut geschützt
Spaltenschildkröten kamen zum ersten Mal mit der Eröffnung des Etoscha-Hauses im Jahr 2001 in den Zoo Basel. Meist sitzen sie versteckt in den Zwischenräumen von Gesteinsbrocken. Im Gegensatz zu anderen Landschildkröten ist ihr Panzer flach und weich. Mit den aussergewöhnlich langen Beinen und kräftigen Zehennägeln laufen Spaltenschildkröten schnell und klettern sehr gut. Droht Gefahr, flüchten sie sich in eine Felsspalte. Versucht der Angreifer die Schildkröte aus der Spalte heraus zu holen, stemmt sie sie sich mit den Beinen gegen den Stein, atmen tief ein und dehnt so ihren Panzer aus. Dermassen im Fels verkeilt sitzt sie völlig fest bis sie sich entspannt und wieder ausatmet.

Ruppiges Liebeswerben
Spaltenschildkröten sind territorial und treffen sich in der Wildbahn nur einmal im Jahr. Die Paarung verläuft recht ruppig; unermüdlich wird das Weibchen verfolgt, gebissen und umgeworfen. Was für das menschliche Auge etwas gar heftig erscheint, dient der Selektion; nur die stärksten Männchen kommen schlussendlich zum Zug. Das Weibchen versteckt ein einzelnes Ei in einer Felsspalte oder im Boden. Je nach Temperatur schlüpft das Junge nach 120 bis 180 Tagen. Die junge Schildkröte misst nur gerade vier Zentimeter im Durchmesser und ihr Panzer ist nach dem Schlüpfen weich und kreisrund.

Beliebt und gefährdet
Spaltenschildkröten sind auf Grund ihrer eigentümlichen Gestalt beliebte Sammlerobjekte. Sie werden in Afrika immer wieder illegal eingesammelt und nach Europa und Amerika geschmuggelt. Da sie sich jedoch nicht so schnell vermehren, wie sie entwendet werden, führt diese Praxis zu einer Dezimierung des Bestandes. Auf der roten Liste der gefährdeten Arten wird die Spaltenschildkröte deshalb als gefährdet geführt.

Elefantenkuh Ruaha im Zoo Basel gestorben

Ruaha, die älteste in einem Zoo lebende Afrikanische Elefantenkuh, ist in der Nacht auf Donnerstag, den 29. Juli im Zoo Basel altershalber gestorben. Ihr Alter wurde auf 59 Jahre geschätzt. 1952 kam sie vermutlich einjährig in den Zoo Basel. Ihre Betagtheit war Ruaha zwar anzusehen, ausser den üblichen Alterserscheinungen hatte sie aber keine gesundheitlichen Probleme.

In der Nacht auf Donnerstag, den 29. Juli ist im Zoo Basel die Elefantenkuh Ruaha im Alter von geschätzten 59 Jahren gestorben. Ruaha war die weltweit älteste in einem Zoo lebende Afrikanische Elefantenkuh. Ihr genaues Alter war nicht bekannt. Sie kam am 1. November 1952 ungefähr einjährig mit vier weiteren jungen Elefanten nach Basel. Anzeichen für ihren bevorstehenden Tod gab es keine. Wie bei betagten Menschen auch, war bei Ruaha das hohe Alter aber deutlich sichtbar. Der einst mächtige Körper war etwas zusammengefallen und das Gesicht eingesunken. Gern stand die Greisin etwas dösend abseits der Gruppe. Auch legte Ruaha sich bereits seit über zwanzig Jahren zum Schlafen nicht mehr hin.

Am frühen Morgen des 29. Juli fand der Tierpfleger die in der Nacht verstorbene Ruaha auf der Anlage. Die Elefantenherde bestehend aus Maya (16), Rosy (15), Heri (34), Malayka (39) und Yoga (14), konnte gebührend Abschied nehmen. Sie standen um Ruaha herum und berührten sie mit dem Rüssel. Der Zoo Basel geht von einem altershalben Tod aus. Die genaue Todesursache wird derzeit untersucht.

Während ihrer langen Zeit im Zoo Basel schrieb Ruaha mit an einem eindrücklichen Stück Zolligeschichte. Vom damaligen Zootierarzt und späteren Direktor Dr. Ernst Lang wurde sie in Afrika gefangen und per Schiff und Zug mit vier weiteren kleinen Elefanten in den Zolli gebracht. Im März 1953 konnte sie zusammen mit ihren vier Kindheitsfreunden das neu erstellte Elefantenhaus mit Aussen-Anlage beziehen. Bald gehörten Elefantenspaziergänge im Allschwilerwald oder zum Wiegen in die Markthalle ins alltägliche Stadtbild. Ruaha, die als Kind eher scheu war, entwickelte in späteren Jahren eine starke Persönlichkeit und wurde zur unangefochtenen Chefin der Gruppe. Ihre stabilisierende soziale Rolle ermöglichte dann in den Neunzigerjahren die Umstellung auf Freilaufhaltung. Ruaha hiess die alte Dame nach ihrer Heimat, einer Ebene in Tansania.

Panzernashorngeburt im Zoo Basel

Im Zoo Basel ist am 23. Juli das 32. Panzernashorn in der Zuchtgeschichte des Zoos geboren worden. ‚Henna’, das siebte Kalb der erfahrenen Mutter ‚Ellora (28), macht bereits kurze Spaziergänge auf der Aussenanlage. Im Freileben sind Panzernashörner bedroht. Der Zoo setzt sich deshalb vor Ort für ihren Schutz ein und unterstützt mit einem Teil des Erlöses aus Eintritten ein Projekt in Indien.

Bereits über 100 Kilogramm schwer, rund einen Meter lang und als besonderes Kennzeichen ein weisses, linkes Vorderbeinchen. Das am 23. Juli im Zoo Basel geborene Panzernashorn ‚Henna’ ist gesund und munter und darf bereits mit Mutter ‚Ellora ‚(28) Ausflüge auf der Aussenanlage machen. Die Mitbewohner, die Zwergotter, haben die Kleine bereits von nahem so lange kritisch beäugt, bis es ‚Ellora’ zu bunt wurde und die aufdringlichen Gesellen wegscheuchte.

Problemlose Geburt
‚Henna’ ist ‚Elloras’ siebtes Kalb. Meistens gebären Wildtiere im Zoo in Ruhe nachts, ohne die Anwesenheit von Menschen. Diesmal konnte die Geburt beobachtet werden. Am frühen Morgen stellte der Tierpfleger fest, dass ‚Ellora’ unruhig war und gegen Mittag begannen die Wehen. Die Geburt verlief problemlos, bis auf einen kurzen, aufregenden Moment, als sich ‚Ellora’ gegen den Rand des Futtertrogs drehte und der Kopf des Kleinen bereits herausschaute. Fast genau um 15 Uhr war ‚Henna’ da. Als erstes schüttelte sie die Ohren und blinzelte etwas verunsichert in die neue Welt. ‚Ellora’ ass erst mal einen Happen Gras. Sobald sich ‚Henna’ etwas von den Strapazen erholt hatte, begann sie bei ihrer Mutter zu trinken.

Erfolgreiche Zuchtgeschichte
‚Henna’ ist das 32. Panzernashornbaby im Zoo Basel. Die erfolgreiche Panzernashorn-Zuchtgeschichte im Zoo Basel begann am 14. September 1956, als ‚Rudra’, das weltweit erste in einem Zoo geborene Panzernashorn, im Zoo Basel zur Welt kam. 1972 wurde dem Zolli die Ehre zuteil, das internationale Zuchtbuch zu führen, und seit 1990 obliegt ihm die Koordination des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP). Heute leben im Zoo Basel neben ‚Ellora’ und ihrem Jungen noch ‚Elloras’ erwachsene Tochter ‚Quetta’ (17) und der Bulle ‚Jaffna’ (16).

Panzernashörner im Freileben brauchen Hilfe
Mit insgesamt nur noch etwa 2700 Tieren sind Indische Panzernashörner im Freileben stark bedroht. Zoos bemühen sich mit einem Erhaltungszuchtprogramm, eine gesunde Zoopopulation aufzubauen. In Zoos leben derzeit weltweit rund 174 Panzernashörner. Der Zoo Basel koordiniert das Europäische Erhaltungszucht-Programm (EEP) des Panzernashorns. Er engagiert sich auch für das Projekt ‚Indian Rhino Vision 2020’ und hat die Patenschaft für den Orang-Nationalpark in Indien übernommen. Dies ist eines von mehreren In-situ-Schutzprojekten, welches das Publikum mit einem Zoobesuch direkt unterstützt. Von jeder verkauften Eintrittskarte und jedem Jahres-Abonnement überweist der Zoo Basel einen Beitrag an In-situ-Projekte. ‚In situ’ bedeutet Unterstützung von Naturschutzprojekten direkt im natürlichen Lebensraum der Tiere.

EEP
Der Zoo Basel koordiniert das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) des Zwergflusspferdes, des Somaliwildesels und des Panzernashorns. Da Inzucht das Auftreten von Erbkrankheiten fördert und zu einer Reduktion der genetischen Vielfalt führt, ist es eines der Hauptziele des Zuchtprogramms, diese zu vermeiden. Damit nicht verwandte Paare gefunden und vermittelt werden können, sind die Verwandtschaftsbeziehungen und der Stammbaum der EEP-Tiere in Zuchtbüchern erfasst.

» Videos von der Geburt

Nachwuchsrekord bei den Rosa-Flamingos im Zoo Basel

Mit 30 Rosa-Flamingoküken verzeichnet der Zoo Basel einen neuen Rekord in der 52 jährigen Zuchtgeschichte. Im Zoo Basel wird seit 1958 Flamingoforschung betrieben, er gilt deshalb heute international als Kompetenzzentrum für die wunderschönen Vögel.

Im Zoo Basel spazierten im Juli 30 flauschiggraue Flamingoküken zwischen ihren rosa Eltern herum. Das war ein Rekord in der 52 jährigen Zuchtgeschichte des Zoos. Ideale Wetterbedingungen und eine ruhige Brut hatten wesentlich zum erfreulichen Resultat beigetragen. Das erste Küken schlüpfte am 5. Juni, das letzte rund drei Wochen später am 29.Juni.

Die Küken werden derzeit von beiden Eltern betreut. Etwa zehn Wochen lang füttern sie ihren Nachwuchs mit einem Nährsekret aus der elterlichen Speiseröhre. Dieses Jahr baute die 113-köpfige Gruppe 41 Nester. Von den 33 geschlüpften Jungen haben 30 überlebt. Die Gruppengrösse der Flamingokolonie im Zoo Basel stieg durch eigene Nachzucht im Verlauf der Jahrzehnte kontinuierlich an: Zunächst konnten zwei bis sieben Junge pro Jahr verzeichnet werden, ab 1993 freute man sich jährlich an 20 bis 27 Küken.

Die Flamingozucht im Zoo Basel ist eine echte Erfolgsgeschichte: 1958 schlüpfte hier der erste Flamingo in einem europäischen Zoo, 1959 die beiden weltweit ersten Rosaflamingos. Die seit 1958 im Zoo Basel durchgeführte Flamingoforschung und zahlreiche Publikationen der Flamingospezialistin Dr. Adelheid Studer-Thiersch machten den Zolli zu einem international anerkannten Kompetenzzentrum für Flamingos.

Rosa-Flamingos leben in Salzseen, aus denen sie mit Hilfe eines speziellen Filtersystems im Schnabel ihre planktonische Nahrung fast trocken aus dem Salzwasser herausfiltern. Sie brüten weit entfernt vom Ufer auf Inseln, die vom Land aus kaum zu erreichen sind. Auf ihren Nestkegel legen sie meist nur ein Ei, das von beiden Eltern 28 Tage bebrütet wird.

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In der neuen Plakatkampagne des Zoo Basel  imitieren Kinder die Mimik von Löwe, Schleimfisch, Kofferfisch und Katta und zeigen damit auf witzige Weise die Nähe zum Tier.

Der Zolli thematisiert mit dieser «tierischen Gegenüberstellung» wie sich Kinder mit der Natur auseinandersetzen.

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