Das Vivarium im Zoo Basel hat neue, fast unsichtbare, Bewohner, die
kaum ein anderer Zoo zeigt . Die südamerikanischen Blattfische machen
ihrem Namen alle Ehre. Sie tarnen sich als verdorrte, treibende
Laubblätter, um sich unbemerkt an kleine Fische heranzumachen. Damit
die Vielfrasse auch satt werden züchtet der Zoo Basel tausende von
Futterfischen.
Neu im Vivarium sind sensationelle Tarnkünstler, die südamerikanischen
Blattfische zu sehen. Sie haben Form, Farbe und Musterung von
verdorrten, im Wasser treibenden Laubblättern. Ein ‚Blattstiel’ macht
als kleiner Fortsatz des Unterkiefers die Täuschung perfekt.
Blattfische „stehen“ meist kopfüber im Schatten von Pflanzenblättern im
Wasser und lauern auf vorbeischwimmende Beute, vor allem kleine
Fische.Wie zufällig treiben sie im Zeitlupentempo auf ihr Ziel zu und
saugen es dann blitzschnell ein. Dabei wird das Maul extrem vorgestülpt
und auch grössere Brocken verschwinden im Schlund der Fische. Sie
fressen ausschliesslich lebendes Futter. Um die Blattfische im Aquarium
halten zu können, ist eine grosse und anhaltende Zucht von
Futterfischen unabdingbar. Deshalb sind Blattfische kaum in anderen
öffentlichen Aquarien zu sehen. Im Vivarium starteten die
Vorbereitungen zur Haltung der Fische bereits vor mehr als einem Jahr.
Im selben Aquarium (Nr. 30) leben weitere Tarnkünstler: Die Nadelwelse ahmen perfekt feine Ästchen und Zweige nach, während sie die Wasserpflanzen von Algen befreien.








